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Gut und Böse in der Politik

01.11.2010

22.–26.11.2010: 10. Polit-Film-Festival im Innsbrucker Leokino

The Return of the Warroom

„The Good, the Bad and the Ugly in Politics“ überschreibt das Polit-Film-Festival sein Programm 2010: zu sehen von 22. bis 26. November 2011 im Innsbrucker Leokino.

„Zwei glorreiche Halunken“ lautet der recht frei übersetzte Titel des Spaghettiwestern „Il buono, il brutto, il cattivo“, aber auch diese Bezeichnung könnte für manche Politiker gelten. Im Italienischen und Englischen ist trotzdem etwas anderes gemeint, und darauf bezieht sich das Polit-Flm-Festival 2010. Wie werden Politiker im Film, in der Öffentlichkeit dargestellt und wie kommt es zum Image des „Guten“, des „Schlechten“ oder des „Schrecklichen“? Anhand von fünf Filmen und – wie beim Polit-Film-Festival üblich – von Vorträgen und Diskussionen mit Politikern, Wissenschaftlern und Journalisten soll das Thema umfassend erforscht werden.

Zum Nationalsozialismus

Shoa von Claude Lanzmann aus dem Jahr 1985 ist die wahrscheinlich präziseste filmische Auseinandersetzung mit der Vernichtung der europäischen Juden durch den Nationalsozialismus. Eingebettet in Vorträge des Politologen Andreas Maislinger zeigt das Polit-Film-Festival die beiden Teile am 23. und 24. November 2010. Ebenfalls mit der Zeit des Nationalsozialismus beschäftigt sich der Film des jungen Tiroler Filmemachers Johannes Breit, Es ist besser, nicht zu viel um sich zu schauen, in dem er die Geschichte des Lagers Reichenau aufrollt. Als Abschlussfilm des Festivals und begleitet von einem der Spezialisten für die Geschichte Tirols im Nationalsozialismus, dem Historiker Thomas Albrich, richtet Breits Dokumentation den Fokus auf die Zeitgeschichte Tirols (26.11.2010).

Zur RAF

Deutschland im Herbst setzt sich demgegenüber mit einem ebenfalls zeithistorischen Thema auseinander, das jedoch von ganz anderer Bedeutung in der Geschichte Deutschlands war. Mehrere Regisseure – unter ihnen Rainer Werner Fassbinder, Alexander Kluge und Volker Schlöndorff – zeichneten in dem Film ein Bild der Bundesrepublik Deutschland nach der Ermordung Hans Martin Schleyers durch die RAF. Filmjournalist Claus Philipp referiert zum Thema (25.11.2010).

Politik in den USA

Mit The Return of the War Room knüpfen D. A. Pennebaker und Chris Hegedus an jenen Film an, den sie über Bill Clintons Präsidentenwahlkampf gedreht haben. Einer, der über die Zusammenhänge von Wahlkämpfen Bescheid weiß, Alfred Gusenbauer, ist der Gast am Eröffnungsabend, an dem The Return of the War Room gezeigt wird.

Politik in Großbritannien

Bleibt noch der „Gute“ zu nennen, der Sänger Joe Strummer, der als Mitglied der Band The Clash zur Ikone der Punkbewegung in den späten 1970er- und frühen 1980er-Jahren wurde. Ihm ist der Film The Future is Unwritten von Julien Temple gewidmet. Mit der Weitergabe politischer Inhalte und widerständigen Denkens durch die Musik prägten Strummer und seine Band die Jugendlichen der Zeit. Einer von ihnen, der Musikjournalist Christian Schachinger, lässt die Zeit Revue passieren: London is drowning and I live by the river …

Bilder
Kontakt:
Josef Wolf
Polit-Film-Festival
6020 — Innsbruck

jwolf@chello.at
www.politik-im-film.at

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