Vergnügte Nonnen

Telfs, Oetz, Lesungen

Der Nachwuchs, die »kleinen« Nonnen, wird spielerisch ans Klosterleben herangeführt.

Zwei Lesungen – am 10. April 2011 in Telfs, am 6. Mai 2011 in Oetz – geben Einblick ins klösterliche Leben buddhistischer Nonnen.

„Lachen und Beten – Nonnen im Himalaya“ hat die Tirolerin Christl Finkenstedt ihr Buch über das Frauenkloster Yangchen Chöling im tibetischen Spiti-Tal überschrieben, das Ende 2010 erschienen ist. Vor fünf Jahren hat die langjährige ORF-Journalistin auf Anregung des Vereins Spiti-help die 35 Mädchen und Frauen im Kloster besucht und einige Wochen mit ihnen gelebt, ihren Alltag geteilt und ihnen bei ihrer täglichen Arbeit, beim Beten, dem religiösen Studium und anderen Tätigkeiten zugesehen und ihre Erlebnisse aufgezeichnet. Sie erzählt vom einfachen Leben im Kloster, vom Essenkochen und Wasserholen, vom Unterricht, den die Nonnen von einem Lama erhalten, von den rituellen Feiern, die im Kloster abgehalten werden, und nicht zuletzt davon, wie die „kleinen“ Nonnen spielerisch ins Klosterleben eingeführt werden. Ihre Erfahrungsberichte stellt Finkenstedt in den Kontext einiger Kapitel über die Region und ihre Geschichte, über die Entwicklung des (tibetischen) Buddhismus und über die Rolle, die den Frauen darin zufällt. Ergänzt durch zahlreiche Fotografien entsteht so ein lebendiges Bild des Klosterlebens im Spiti-Tal, das auch Laien umfassende Eindrücke verschafft.

Lesungen aus dem Buch
Gemeinsam mit der Ö1-Mitarbeiterin Sonja Prieth gestaltet Christl Finkenstedt im April und Mai zwei Lesungen in Tirol: am 10. April, 20:00 Uhr, auf Einladung des Vereins Interregional in der Villa Schindler in Telfs, und am 06. Mai, 20:00 Uhr, im Raiffeisensaal in Oetz. Auszüge aus dem Buch, Bilder und Hintergrundinformationen fügen sich dabei zu einem lebendigen Ganzen zusammen und machen Lust darauf, sich anhand des Buches eingehender mit den heiteren Nonnen aus dem Spiti-Tal zu beschäftigen.

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Der Verein Spiti-help
Der Innsbrucker Verein Spiti-help wurde in der Folge eines Filmprojekts des aus Innsbruck stammenden Filmemachers Wolfgang Rebernik gegründet und hat sich der »Förderung der Bevölkerung Spitis« verschrieben. Damit kamen die Gründer des Vereins dem Wunsch der Nonnen des noch jungen Klosters Yangchen Chöling nach, die Bevölkerung des Spiti-Tales durch Hilfe bei der medizinischen Versorgung zu unterstützen. Der Verein verfolgt dieses Ziel auf mehreren Ebenen:

  • Ein Schwerpunkt dient der Erhaltung der traditionellen Tibetischen Medizin im Spiti-Tal. Zwei Mal im Jahr werden dort unter Anleitung von Tibetischen Ärzten Kräuter gesammelt und im Winter zu Medizin verarbeitet; Spiti-help stellt dafür Zutaten zur Verfügung, die außerhalb des Tales besorgt werden müssen. Da auch eine Gebühr für die Medikamente eingehoben wird, kann in diesem Teil des Projekts nahezu kostendeckend gearbeitet werden.
  • In Zusammenarbeit mit dem AZW Innsbruck werden Tiroler Krankenschwestern ins Spiti-Tal entsandt, die die Nonnen in Hygiene und Erste Hilfe unterrichten.
  • Das Kloster selbst wird mit kleinen Geldbeträgen unterstützt.

www.spiti-help.org

Bilder
Kontakt:
Interregional Telfs
Obermarkt 43
6410 — Telfs

http://www.interregional.at
Daten und Fakten:
Region
Tiroler Mitte, Ötztal
Ort
Telfs, Oetz

Literatur & Literaturveranstaltungen

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