Leokino, Innsbruck, Innsbrucker Naturfilmtage
Die Innsbrucker Naturfilmtage begehen ihr 10. Jubiläum. Von 18. bis 21. Oktober 2011 wird im Innsbrucker Leokino gefeiert: mit atemberaubenden Naturaufnahmen, ausgesuchten Gastrednern und spannenden Spielfilmen.
Kaum ein anderes Dokumentarfilmgenre zieht so sehr an wie jenes, das sich mit der belebten oder unbelebten Natur befasst. Pflanzen und Tiere, Flüsse und Seen, Wälder, Meere und Gebirge: In unserer Umwelt gibt es noch so vieles zu entdecken, dass die Bilder der Erde von schier unendlicher Vielfalt scheinen. Die immer spektakuläreren Bilder, die es zu sehen gibt, die immer aufregenderen Ereignisse, die es in der Natur zu finden gibt, machen die Innsbrucker Naturfilmtage seit zehn Jahren zu einem attraktiven Event. Sein Jubiläum begeht das Festival mit einem gefühlvollen Motto: natur mon amour. bewegt, fasziniert, berührt.
Zur Eröffnung am 18. Oktober 2011 ist der Tiroler Schriftsteller Felix Mitterer geladen, der Eröffnungsfilm Home stammt von Yann-Arthus Bertrand, dessen Buchreihe „Die Erde von oben“ einen neuen Blick auf die Welt eröffnet haben. Denselben Blickwinkel nimmt er in Home ein und zeigt darin einerseits die Schönheit der Natur, andererseits die Auswirkungen des invasiven Umgangs des Menschen mit den Ressourcen der Erde.
Der 19. Oktober steht ganz im Zeichen des Gegensatzpaares Wildnis und Zivilisation: Land of the Painted Mountains dokumentiert eine Expedition deutscher Schüler in Kanada, „Auf der Spur der Küstenwölfe“ führt in die Regenwälder von British Columbia, Die Fülle der Magerwiesen und Der Adlerweg. Durch Tirol von Ost nach West und Böhmen. Land der hundert Teiche richten den Fokus auf die Natur in unserer unmittelbaren Nähe. Den Abschluss bilden die – einst als Skandal gesehenen – Teile drei und vier der Piefke-Saga von Felix Mitterer, letzterer eine Art Science-Fiction, die sich jedoch seit ihrer ersten Ausstrahlung 1993 in allzu vielen Teilen bewahrheitet hat.
Nach Japan führt der Weg am 20. Oktober, wenn Wildes Japan – Zwischen Schneeaffen und Vulkanen und Beetle Queen Conquers Tokyo zu sehen sind. Das filmische Porträt der Orang-Utan-Dame Nenette zeigt ein Affenleben im Zoo von Paris, während der Spielfilm The Tree von Julie Bertucelli von Trauer und neuer Hoffnung erzählt. Der Baum im Film ist hier Projektionsfläche für die Sehnsucht eines kleinen Mädchens und ein Symbol für die innige Beziehung, in der Mensch und Natur miteinander stehen.
Am Abschlusstag sind schließlich Die Schöne und der Hai und Sambesi – Der donnernde Fluss am Zug, ehe das Festival mit einem Kunstwerk ausklingt, das wie kaum ein anderer Film Spielhandlung und Naturaufnahmen miteinander verbindet: Luc Bessons Im Rausch der Tiefe aus dem Jahr 1988, der die Geschichte zweier Apnoe-Taucher erzählt. Die Bühne für das Drama um die beiden Konkurrenten auf der Jagd nach Tiefenrekorden bilden die Tiefen des Meeres und damit die wunderbaren Unterwasseraufnahmen, die im gezeigten Director’s Cut noch mehr Raum einnehmen.
Als Festivalgäste werden neben Felix Mitterer, die Wolfsforscherin Gudrun Pflüger, von deren wissenschaftlicher Suche „Auf der Spur der Küstenwölfe“ berichtet, der Schriftsteller Clemens Lindner, der viele Jahre in Japan gelebt hat, und der Regisseur Robert Morgenstern (Land of the Painted Mountains) erwartet. Sie geben Einblick in ihre Arbeit und lehren, die Natur nicht nur im Film mit anderen Augen zu sehen.
Film
Großes Kino, spannende Abenteuer und die Berge als Kulisse: Tirol im Film und Filme in Tirol
Darstellende Kunst
Tirol macht Theater … und freut sich an Tanz, Film, Kleinkunst und Fotografie!
Festivals und Veranstaltungen
Kultur jeden Tag und überall: für Freunde der Alten Musik und Theaterbegeisterte, Filmfreaks und Literaturfans, Kinder und Erwachsene