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Sebastianiprozession in Telfs

Alljährlich am 20. Jänner wird in Telfs die Sebastianiprozession abgehalten. Und dabei spielt es keine Rolle ob es sich um einen Werktag handelt. Daß man sich dafür eigens Urlaub nimmt, gilt als Ehrensache.

Dieser kirchliche Brauch ist mehrere hundert Jahre alt und wurde angesichts großer Krankheitsepidemien wie Cholera, Pest oder Typhus „verlobt“. Jedenfalls findet sich im Pfarrarchiv schon um 1620 die Erwähnung einer Sebastianibruderschaft, an die sich die heute noch existierende Sebastianigemeinschaft anschloß, deren Ziele unter anderem das Glaubenszeugnis, die Feier des Sebastianitages und die Pflege der Sebastianiverehrung sind. Am Vormittag des 20. Jänner findet ein feierlicher Gottesdienst statt. Am Nachmittag ziehen dann kirchliche Würdenträger, Abordnungen der örtlichen Traditionsverbände, Vereine, sowie zahlreiche „zivile“ Prozessionsteilnehmer hinter einem Vortragekreuz, dem Kreuz der Sebastianigemeinschaft und einer Umtragefigur des Heiligen durch den Ort. In der Pfarrkirche Peter und Paul endet der Umgang, wo im Rahmen einer kirchlichen Feier unter anderem auch das Sebastianilied gesungen und der abschließende Sebastianisegen gespendet wird. Wirklich traditionsverbundene Telfer sehen in diesem Brauch übrigens auch den eigentlichen Beginn des neuen Jahres.