Magische Momente im Rablhaus am Weerberg -Volksglaube im Wandel der Zeit

Im Museum Rablhaus finden Sie vieles zum Glauben und Aberglauben unserer Vorfahren, die sich damit ihr Leben erklären und auch erleichtern wollten. Sie begegnen jedoch auch zahlreichen „Zaubereien“, die wir regelmäßig anwenden und nicht daran denken, dass reine Magie dahintersteckt und wir so täglich zu „modernen Magiern“ werden:

hier einige Beispiele:

beim Niesen Gesundheit wünschen

war ein Wortzauber zur Abwehr böser Mächte

„Toi, toi, toi“

Der Ausspruch kann mit „Alles Gute“ bzw. „Es möge gelingen“ übersetzt werden. Es handelt sich streng genommen um einen Abwehrzauber gegen Dämonen und böse Geister bzw. deren Neid. Glück- und Segenswünsche wurden durch dreimaliges Ausspucken, das Wort „unberufen“ oder Klopfen auf Holz vor den neidisch gesinnten bösen Geistern geschützt. Da seit dem 19. Jh. das öffentliche Ausspucken als unanständig empfunden wurde ersetzte man es zunehmend mit dem lautmalerischem Ersatz „Toi, toi, toi“.

„Verschrei es nicht“

Auch dieser Ausdruck geht auf die Angst zurück, ein gesprochenes Wort könnte von bösen Geistern ins Gegenteil verkehrt werden. Durch den Beisatz „verschrei es nicht“ sollten die Äußerungen geschützt werden.

Davidstern – Hexagramm (auch Salomonssiegel oder Schild Davids genant)

Symbol für Weisheit, Schönheit u. Harmonie. Schützt bes. Reisende vor Fluch und Zauber.

Eröffnung Rablhaus am 13. April

Das Rablhaus am Weerberg startet in die diesjährige Saison mit der Eröffnungsveranstaltung am Freitag, dem 13. April. Warum genau jener Tag, der im Volksglauben besonders viel Unglück bringt, fallen doch hier genau zwei negativ behaftete Symbole zusammen?

„Freitag als Leidens- und Sterbetag Jesu Christi und das sogenannte Teufelsdutzend – die 13. Es ist einfach ideal, an diesem Tag wieder in die Welt des Glaubens und
Aberglaubens einzutauchen.“, so Kuratorin Dr. Andrea Aschauer. Dr. Aschauer führt um 18.00 Uhr kostenlos durch die ständige Ausstellung „glaube.aber.glaube“. Anhand von Iltispenis und Wettersegen lässt sich auf fesselnde Weise erahnen, welche Mittel und Praktiken, die heute als kurios und oftmals widersinnig gelten, fester Bestandteil des alltäglichen Lebens waren und auch heute teilweise noch sind. Denn mit Liebesschlössern bestückte Brücken oder das Daumendrücken sind reine Magie.

Vielleicht „schlägt es“ dann auch „dreizehn“ im Rablhaus, wenn Vertreter aus Politik, Kirche, Wissenschaft, Wirtschaft und Bevölkerung anschließend zum Thema „Aberglaube heute“ diskutieren? Beginn 19.30 Uhr.

Freitag, 13. April 2012,
Rablhaus, Weerberg

Kostenlose Führung durch
„glaube.aber.glaube“, 18.00 Uhr

Buffet, 19.00 Uhr

Podiumsdiskussion „Aberglaube
heute“, 19.30 Uhr

Bilder
Kontakt:
Das Rablhaus - Weerberg
Kirchgasse 17
6133 — Weerberg

+43.5224.68250 oder +43.664.5063068 Hr. Lechner Hans
gemeinde@weerberg.tirol.gv.at
http://www.weerberg.at/cgi-bin/listen.pl?action=detail&eintrag=1281

Brauchtum im Jahreslauf

Auf den Spuren von Grasausläuten, Herz-Jesu-Feuern, Almabtrieb und Anklöpfeln durchs ganze Jahr …

Thema

Das Rablhaus - Weerberg
Ein altes Alpbacher Wohnhaus mit Rauchkuchl, Stube, Werkzeugkammer etc. lädt zum Besuch ein.

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