Anders Wohnen in der stattStube

Innsbruck/Architektur

„Anders als geWohnt“ lautet das Motto der Architekturtage 2012, die am 1. und 2. Juni stattfinden. Die österreichischen Architekturhäuser laden zu Führungen, Exkursionen, Baustellenbesuchen, Vorträgen, Ausstellungen, Filmen, etc. ein. In Tirol hinterlassen die Architekturtage gerne sichtbare Spuren, man erinnert sich an die hölzerne Plattform „Ich will an den Inn“ im Waltherpark. Nun entsteht unweit davon ein neues Projekt: die „stattStube“.

Jeder wohnt, und jeder anders. Dem Thema "anders als geWohnt" entsprechend richtet die Tortenwerkstatt, eine Vereinigung von Innsbrucker Architekturstudenten, die so genannte stattSTUBE ein. Es ist dies ein begeh- und bewohnbares öffentliches Objekt, ein Ort der Begegnung an dem man sich treffen, miteinander plaudern oder essen kann, oder man nutzt es einfach um zu chillen und dabei auf den vorbei fließenden Inn zu blicken. Man darf sich als Passant über den neuen Anblick aufrichtig freuen, denn an der Stelle der Kommunikationsstätte in spe, siechte einst ein verwahrlostes, unschönes Objekt, das Kiosk nebst öffentlicher Bedürfnisanstalt war, dahin. Dieses wurde abgetragen – bis auf einen verbleibenden Teil, der die Form eines  stattlichen Tortenstückes hat und den Kern der stattStube bildet. Das „Stück“ erhält eine Einhausung in Gestalt eines Raumgerüstes. Eine Rampe führt hinauf in Räume unterschiedlichster Abstufungen von öffentlich bis privat. Mit Wasser, Strom und drahtlosem Internet steht auch die notwendige Infrastruktur zur Verfügung, die Voraussetzung für die künftige Nutzung darstellt. Die stattStube soll ein Wohnen im innerstädtischen Bereich ermöglichen – zugänglich für alle Bewohner und Gäste. Das nötige Stahlgerüst wird mit unterschiedlichen Materialien ausgefüllt und umhüllt. Von der Stadt, sprich von der Innbrücke kommend, offenbart sich dem Betrachter ein Gerüst aus dem eine Ebene hervorragt. Nähert man sich, erblickt man die Treppe die im Gerüst nach oben führt. Man passiert Ebenen um letztendlich – gegen Nordosten – über eine barrierefreie Rampe im Waltherpark anzukommen.

Schon vor den Architekturtagen wird man das Entstehen dieser „stattSTUBE“ verfolgen können, am 31. Mai findet das große Eröffnungsfest statt. Von der Eröffnung mit "STUBENmusik" über Programmangebote für BesucherInnen aller Altersstufen bis hin zum Abschlussevent in Kooperation mit dem Festival "Heart of Noise", bildet die stattSTUBE in diesem Jahr den zentralen Ort der Architekturtage in Tirol.

Info: www.aut.cc