Die Kunst zieht ein

Imst/Bildende Kunst/Musik/Performances

Leerstehende Geschäftslokale sind ein Dorn im Auge so mancher Stadtbewohner und Kommunalpolitiker. Auch Imst hat dieses Problem, fand aber mit der Kunststraße Imst, 22. November bis 08. Dezember 2013, eine ziemlich gute Lösung um der punktuellen Verödung des Stadtbildes entgegenzuwirken und gleichzeitig etwas für Kunst und Kultur zu tun.

Die Stadtgemeinde Imst startete das Projekt der Kunststraße im Jahr 2001. Es galt, während der Adventszeit leerstehende Räume in der zentralen Kramergasse zu beleben. Diese Idee wuchs im Laufe der Jahre. 2012 kam es zur grundlegenden Überarbeitung und Erweiterung des Konzeptes. Wurden im ersten Jahrzehnt die zur Verfügung stehenden Lokale mit Bildender Kunst bespielt, so sind ab letztem Jahr ebenso Musik, Literatur, New Media, Multimedia, und Performances zu erleben. Auch räumlich hat sich einiges getan, denn mittlerweile ist das ganze Zentrum ins Konzept miteinbezogen. „Wir versuchen alle davon profitieren zu lassen und gleichzeitig einen völlig anderen Blick auf die Stadt zu bekommen“ berichtet Alexandra Rangger, eine der beiden Projektmanagerinnen.

Kindl(ich)t

Alle Jahre wird ein übergeordnetes Motto ausgegeben, das als Orientierung für die teilnehmenden Künstler dient. Heuer heißt es „Bewegung“. Das Leitmotiv gilt ebenso für das Parallelprojekt “Kindl(ich)t“, das gewissermaßen den künftigen Fortbestand der Kunststraße garantieren wird. Kindl(ich)t wendet sich an Kinder und Jugendliche, die eingeladen sind, unbelebte Schaufensterflächen in Imst künstlerisch zu gestalten. Dabei handelt es sich keineswegs um eine herzige Freizeitbeschäftigung des Nachwuchses, die Schul- oder Kindergartenkinder bekommen das gleiche Thema wie die „großen“ Künstler. Dieses Jahr sind insgesamt 400 Kinder mit von der Partie.

Eröffnung

Bestehende Imster Galerien, wie etwa die Städtische Galerie Theodor von Hörmann, oder das Ubuntu Forum fügen sich geschmeidig in das Kunststraßen-Konzept ein. Als zentrale Punkte fungieren das Rathaus, dort findet am Freitag, 22. November, die Eröffnung statt oder auch das Würtenbergerhaus, das bei einsetzender Dämmerung mit visuals von drei Multimedia-Künstlern bespielt wird.

Kunststraßen-2013-Schnaps-Edition

Die Imster Künstlerin Birgit Neuruer präsentiert in der Pfarrgasse 10, Sitz des Pflegezentrums Gurgltal, nicht nur ausgewählte Aquarelle und Acrylbilder sondern auch "hochprozentige Deko". Für die stark limitierte Auflage der Kunststrasse-2013-Schnaps-Edition schuf die Künstlerin wunderschöne großflächige Etiketten in Aquarell/Grafit. Tipp: Die Schnäpse sind vor Ort auch zu verkosten!

Info: Kunststraße Imst, 22. November – 08. Dezember 2013, Sa/So 15 bis 20.00 Uhr. 

Die Arbeiten des Projektes Kindl(ich)t sind bis Anfang Jänner 2014 zu sehen. 

www.kultur-imst.at

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Daten und Fakten:
Region
Imst
Ort
Imst