Ovale Schönheiten

Innsbruck/Brauchtum/Ausstellung

Was fällt einem zu Ostern ein? Genau, das Ei! Im vorösterlichen Innsbruck begegnet man dem Symbol der Fruchtbarkeit allerorten und in allen Größen und Materialien.

Die Frage, warum man sich auf Ostern freut, wird von jedem unterschiedlich beantwortet. Die einen freuen sich auf den zu erwartenden Frühling, die anderen auf die ebenso vorhersehbaren kulinarischen Köstlichkeiten. Oftmals übersehen bleibt heute der Ursprung des Festes: der im Christentum verankerte Gedanke vom Neuanfang. Für die katholische Kirche ist das Osterfest das bedeutendste Fest im Jahreskreis. Und eines unserer ältesten, bereits in der ersten Hälfte des 2. Jh. wurde es begangen. Darum herum rankt sich allerhand Brauchtum. Womit man wiederum beim Ei ist. Dieses gilt in seiner vollkommenen Urform als Symbol der Fruchtbarkeit und ewigen Wiederkehr des Lebens. Bunt verziert verschenkte man es zum Frühlingsbeginn. Die Suche danach ist germanischen Ursprungs.

In Innsbruck muss man nicht erst lange nach den Ostereiern suchen. An einigen Plätzen der Stadt werden seit einigen Jahren überdimensionale Eier aufgestellt. In der Altstadt wiederum zählt der Ostermarkt mit seinen bunten Verkaufsständen mittlerweile zur liebgewordenen Tradition. Angereichert wird das Geschehen am Ostermarkt durch tägliche Darbietungen: Vor dem Goldenen Dachl laden der Verein der Südtiroler, Stadt Innsbruck und Land Tirol zu einem Türtlenessen. „Die Türtlen“, in heißem Fett gebackene Teigtaschen, werden traditionell zum Gründonnerstag mit Spinat und Topfen gefüllt serviert. Grasausläuten, die Aperschnalzer und der Bandltanz stellen weitere zum Teil in Vergessenheit geratene typische Tiroler Osterbräuche dar. Musikalische Klänge heimischer Musikgruppen sind ebenfalls täglicher Programmbestanteil des Ostermarktes.

Wer Lust auf eine wahrhaft exzessive Eiersuche hat, sollte seine Schritte Richtung Hofburg lenken. Dort kann man zwischen 1. bis 27. April 2014 die Ausstellung das "Ei des Kolumbus" begutachten. Im Mittelpunkt stehen 1.400 Euer aus 33 europäischen Ländern. Ergänzung finden sie durch ausgewählte Oster- oder Passionsobjekte aus dem Tiroler Volkskunstmuseum - etwa dem Fastenteller oder verschiedenen Modeln. Eine weiteren Bestandteil der Ausstellung in der Hofburg bildet die umfangreiche Sammlung von Oster- und Schmuckeiern aus dem Besitz von Edith und Waldemar Breitkreutz aus Thüringen. Die beiden Eier-Enthusiasten trugen in über 40 Jahren 10.000 Eier aus etwa 90 Ländern und unterschiedlichen Kulturkreisen zusammen.

Info:

www.ostermarkt.at

www.hofburg-innsbruck.at

Bilder
Daten und Fakten:
Region
Innsbruck
Ort
Innsbruck