Sieger in Alter Musik

Innsbruck/Gesang

Mittlerweile seit sechs Jahren bilden die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik den idealen Austragungsort für den Internationalen Gesangswettbewerb für Barockoper Pietro Antonio Cesti. Von der Jury wurde Ende August 2015 die Französin Anthea Pichanick gekürt.

Die französische Altistin Anthea Pichanick verblüffte beim Wettbewerb Ende August 2015 mit zwei Arien: die des Flammiro aus der Oper „Le nozze in sogno“ von Pietro Antonio Cesti und „Sorge l’irato nembo“ des Orlando aus der Oper „Orlando Furioso“ von Antonio Vivaldi. An dieser Stelle mögen auch die außerordentlichen Voraussetzungen der 29jährigen Erwähnung finden, immerhin ist sie Meisterschülerin von Monserrat Caballé. Der 2. Preis ging an den 28-jährigen ukrainischen Countertenor Konstantin Derri, der im Finalkonzert nach einer Pflichtarie aus Cestis Oper die Arie „Venti, turbini, prestate“ des Rinaldo aus Händels gleichnamiger Oper zum Besten gab. Den 3. Preis erhielt die 23-jährige italienische Sopranistin Alice Rossi, die nach einer Arie aus Cestis Oper „Le nozze in sogno“ ebenfalls mit einer Arie aus „Rinaldo“ zu hören war.

So schwierig wie heuer, bemerkte Alessandro De Marchi als künstlerischer Leiter der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik und Initiator des Wettbewerbs, war die Entscheidung für die Jury bis dato noch nie. Der Wettbewerb ist dem italienischen Komponisten Pietro Antonio Cesti, der Mitte des 17. Jahrhunderts Innsbruck zu einem Zentrum der italienischen Oper nördlich der Alpen machte, gewidmet und richtet sich an junge Sängerinnen und Sänger aus aller Welt, die eine besondere Begabung und Ausbildung für das Fach der Barockoper vorweisen können.

In diesem Jahr stellten sich beim bedeutendsten Barockopern-Wettbewerb an vier Tagen 67 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 26 Nationen der internationalen Jury. Der Jury gehörten neben Schwarz und De Marchi auch Sophie de Lint, die Direktorin der Zürcher Oper, Sophie Joyce von der English National Opera, die beiden deutschen Operndirektoren Heribert Germeshausen und Michael  Fichtenholz, Pål Moe (Bayerische Staatsoper München und Glyndebourne Opera Festival) und der Künstlermanager Eitan Sorek an.

Im Rahmen der Preisverleihung wurde auch das Pflichtprogramm für den 7. Cesti-Wettbewerb im kommenden Sommer bekanntgegeben: die deutsch-italienische Barockoper „Octavia“ des Hamburger Opernkapellmeisters Reinhard Keiser - 2017 als BAROCKOPER:JUNG aufgeführt.

Info: www.altemusik.at 

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Daten und Fakten:
Region
Innsbruck
Ort
Innsbruck