Nun auch digital

Tirol/Ausstellungsstraßen

Mit dem Konzept der Ausstellungsstraßen wird nicht mehr das Kunstwerk zum Betrachter geliefert sondern dieses bekommt vor Ort die Möglichkeit geboten, erlebbar zu werden. Das Ausstellungsstraßenkonzept in Tirol, Gotik 1994, Barock & Rokoko 1995 und Maximilian I 1996, hat sich gut eingelebt, ist mittlerweile 20 Jahre alt und erfährt nun eine zeitgemäße Digitalisierung. Wir sprachen mit der Initiatorin Eva Schubert, die auch Geschäftsführerin von Museum ohne Grenzen ist:

Kulturredaktion: Seit wann gibt es das Projekt Ausstellungsstraßen und was war der Grund dafür?

Eva Schubert: Die Tiroler Ausstellungsstraßen sind das Pilotprojekt von Museum Ohne Grenzen und wurden zwischen 1994 und 1996 errichtet: Die Gotik, Barock & Rokoko und Maximilian I.

Ausstellungsstraßen sind eine neue Form von Ausstellung, die nicht als temporäres Ereignis in einem Raum stattfinden, sondern  als bleibende Infrastruktur in einer bestimmten Region und zu einem bestimmten Thema errichtet werden. Nicht mehr das Kunstwerk wird zum Betrachter gebracht sondern dem Betrachter die Möglichkeit geboten, das Kunstwerk in seiner originalen landschaftlichen Umgebung und in seinem kulturhistorischen Zusammenhang zu entdecken.

Anlässlich der Eröffnung der drei Ausstellungsstraßen wurden im Sommer 1994, 1995 und 1996 von uns internationale Pressefahrten organisiert; vor allem deutsche, italienische, französische und belgische Medien widmete diesem innovativen Angebot zum Teil ganzseitige, reich illustrierte, Berichterstattungen; die Tiroler Tageszeitung veröffentlichte eine Beilage. Die Tirol Werbung erhielt damals Kopie von allem

KR: Aus wie vielen Teilen besteht es?

ES: Aus den TIROLER AUSSTELLUNGSSTRASSEN | DIE GOTIK

eBook ISBN 978-3-902966-01-8, Neun Tagesrouten, 114 Kunstwerke

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weiters den TIROLER AUSSTELLUNGSSTRASSEN |BAROCK UND ROKOKO

eBook ISBN 978-3-902966-02-5, Amazon, hier klicken, Apple, hier klicken

und den TIROLER AUSSTELLUNGSSTRASSEN |MAXIMILIAN I.

eBook ISBN 978-3-902966-03-2, Amazon, hier klicken, Apple, hier klicken

KR: Nachdem das Ganze papierunterstützt unterwegs war, unterliegt das Projekt nun der Digitalisierung. Warum?

ES: Zu jeder Ausstellungsstraße ist ein begleitender Reiseführer in Buchform erschienen. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Tiroler Ausstellungsstraßen hat Museum Ohne Grenzen die drei begleitenden Reiseführer nun auch als eBook herausgebracht. Zu diesem Zweck wurden die gedruckten Bücher eingescannt und mit innovativer Technik in digitale Bücher verwandelt. Für die Neuauflage wurden, in Zusammenarbeit mit Per Pedes, alle praktischen Hinweise und touristischen Angaben aktualisiert und für die meisten Objekte Links zur Geolokalisierung aufgenommen.

Somit können Kultur- und Kunstinteressierte Tirol-Besucher alle drei Titel auf Ihrem Smartphone oder Tablet speichern und jederzeit konsultieren. Sh. verlinktes Inhaltsverzeichnis und Index. 

KR: Wie wird das Ganze in realiter funktionieren?

ES: Interessenten erhalten die eBook über alle gängigen online bookshops, siehe z. B. links oben.  Der Kosten sind gering.

KR: Wie viele Länder beteiligen sich daran?

ES: An den Tiroler Ausstellungsstraßen beteiligt sich nur Tirol. Das Pilotprojekt  wurde dann jedoch von weiteren elf Ländern übernommen: Deutschland (Bayern), Italien, Spanien und Portugal sowie mehrere südliche Mittelmeeranrainerstaaten.

KR: Entspricht die Digitalisierung der Ausstellungsstraßen diesem Trend?

ES: Auf jeden Fall gehe ich davon aus, dass wir ganz im Trend liegen, da derartige thematische Reiseführer heute als eBooks weit mehr gefragt sind, denn in Buchform: kein Gewicht, bessere Orientierung innerhalb des Buches, Zugriff zu externen online Ressourcen, relativ unkomplizierte Updates.

Übrigens: 80% unserer Ausstellungsstraßen-Reisebücher existieren in der Zwischenzeit als eBooks, zum Beispiel: https://www.amazon.com/s/ref=nb_sb_noss_1?url=search-alias%3Daps&field-keywords=mwnf

Info: management@museumwnf.net

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Daten und Fakten:
Region
Tirol
Ort
Tirol