Veilchens Blut: Tirol-Krimi Nr. 3 von Joe Fischler

Joe Fischler, Veilchens Blut, Haymon Verlag 2016

Einen „ultimativen Showdown“ verspricht der im Herbst 2016 erschienene dritte „Veilchen“-Krimi von Joe Fischler – Spannung und viel Tiroler Lokalkolorit inklusive.

Rasant nach unten
Mit dem auffrisierten Moped den Zirler Berg hinunter, und das auf dem Gepäckträger: Jeder, der diese Strecke kennt, weiß, dass es dazu einen starken Willen, einen guten Grund und Nerven wie Stahlseile braucht. Die Szene eröffnet den dritten Krimi rund um die Landeskriminalbeamte Valerie Mauser, genannt Veilchen, und ebendiese ist es auch, die die rasante Fahrt unternimmt. Ähnlich temporeich liest sich auch der Rest von Joe Fischlers Roman „Veilchens Blut“, der Ende September 2016 im Haymon Verlag erschienen ist und dem Tiroler Autor Gelegenheit gibt, seiner außergewöhnlichen Protagonistin noch mehr Konturen zu verleihen. Zur auffallenden äußeren Erscheinung mit dem blonden Afro, der Entschlossenheit und dem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn gesellt sich nun auch eine schmerzliche Erinnerung – und die Möglichkeit, die Dinge wieder ins Lot zu bringen. Wie Valerie Mauser und der ganze eigene Kosmos, den sich Joe Fischler rund um sie ausgedacht hat, auf das Auftauchen von Veilchens Tochter Luna reagieren und wie sie deren Probleme zu lösen versuchen, ist ein kurzweilig zu lesendes kriminalistisches Vergnügen.

Vor Ort in Innsbruck
Dabei kommt Fischler ohne blutrünstige Szenen aus, die Spannung liegt mehr in der Entwicklung der Figuren und ihrer Beziehungen als in der Ausschmückung von Mord und Totschlag. Interessant sind aber nicht nur die Innenwelten, sondern auch äußeren Umgebungen, in denen Fischlers Veilchen-Krimis spielen. Leser können mit den Protagonisten (fast) jede Ecke in Innsbruck und Umgebung erkunden: Tiroler werden Plätze, die ihnen gut bekannt sind, wiedererkennen, andere werden durch die Krimis wohl neugierig und begeben sich womöglich auf den Spuren von Valerie „Veilchen“ Mauser nach Tirol. Ob es nun das Lokalkolorit ist oder die spannende Geschichte, die feine Zeichnung der Charaktere oder das bewusste Up-Tempo von Teil 3, die einen anspricht – lohnend ist die Lektüre auf jeden Fall. Und wer auf den Geschmack gekommen ist, der kann auch noch die ersten beiden Folgen „Veilchens Winter“ und „Veilchens Feuer“ nachlesen oder auf Teil 4 warten – der ist für Herbst 2017 bereits angekündigt.

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