Tiroler Leben im Schmalfilm

Tirol, Amateurfilm-Datenbank „Bewegtes Leben“

Mit der Datenbank www.tiroler-landesmuseen.at/bewegtesleben eröffnen die Tiroler Landesmuseen seit Herbst 2016 vielfältige Einblicke in die (Alltags-)Geschichte Tirols: mit 11.500 Schmalfilmen von Amateurfilmern.

Im Rahmen des Interreg-IV-Projekts „Bewegtes Leben“ riefen die Tiroler Landesmuseen 2009 Amateurfilmer in Tirol dazu auf, ihre privaten Schmalfilme abzugeben und digitalisieren zu lassen. So wurde ein Archiv aufgebaut, das den Alltag vor allem in den 1950er- bis 1990er-Jahren dokumentiert. Insgesamt 11.500 Filme wurden abgegeben, 200.000 Minuten Filmmaterial wurden digitalisiert, in eine Datenbank eingespeist und beschlagwortet. Seit Herbst 2016 sind die Filme unter www.tiroler-landesmuseen.at/bewegtesleben zugänglich: Jeder ist mit 20 Indexbildern und drei Filmminuten vertreten.

Der Schlagwortkatalog umfasst Ortsnamen, Personennamen, wichtige Ereignisse, Brauchtum, Begriffe zum täglichen Leben – je nachdem, wie die Filmer ihre Werke beschriftet haben. Wer einmal damit begonnen hat, sich im Archiv umzusehen, der kann sich nur allzu leicht zwischen den Bildern und kurzen Filmen verlieren. Von einem Film zum nächsten führt das Archiv zurück in die Geschichte, weckt Erinnerungen an das Heimatdorf und die Menschen, die darin gelebt haben, daran, wie die Landschaft und die Städte, die Mode und die Möbel ausgesehen haben. Ob es die Olympischen Winterspiele in Innsbruck sind oder der Familienurlaub am Gardasee, die private Silvesterfeier oder der Bau des Eigenheims, eine professionell gemachte Dokumentation über Handwerk oder die private Reportage von einem Kinderrollerrennen, die letzte Fahrt der Straßenbahnlinie 4 oder die ersten Gehversuche des Nachwuchses – nahezu alles, was die Menschen in Tirol bewegt hat, ist im „Bewegten Leben“ zu sehen.

Wer sich eingehender – zum Beispiel aus wissenschaftlichem Interesse oder weil er Erinnerungen an die eigene Geschichte auffrischen möchte – für einen bestimmten Film interessiert, kann sich auf der Website registrieren und erhält dann den Link zur Vollversion. Im Gegenzug wünschen sich die Tiroler Landesmuseen, die das Projekt gemeinsam mit der Tiroler Bildungswerkstatt und der AltNeuland Bildschirmwerkstatt durchgeführt haben, dass die Betrachter der Filme Informationen zu den Inhalten ergänzen: Haben Sie bestimmte Ereignisse, Bauwerke oder Orte erkannt oder können sie zu den gefilmten öffentlichen Personen oder Vereinen etwas erzählen? Mit der Zeit soll die Datenbank auf diese Weise immer genauer werden, damit noch viele Menschen durch die filmische Geschichte Tirols surfen können und immer wieder Neues entdecken.

Bilder
Kontakt:
Museum im Zeughaus
Zeughausgasse
6020 — Innsbruck

+43.512.59489-311
+43.512.59489-318

zeughaus@tiroler-landesmuseen.at
http://www.tiroler-landesmuseen.at

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