450 Jahre Monteverdi

Innsbrucker Festwochend er Alten Musik, 18.7.–27.8.2017

Il ritorno d’Ulisse in patria. Foto: Erik Berg

Eine der zentralen Figuren der frühen Oper ehren die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im Sommer 2017: Claudio Monteverdi ist mit der Oper „Il ritorno d’Ulisse in patria“ und im Konzertprogramm vertreten.

Dass die Oper in Italien zu einer ersten Hochblüte gelangte, ist zu einem großen Teil dem aus Cremona stammenden Claudio Monteverdi zu verdanken, dessen 450. Geburtstag die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik im Juli und August 2017 feiern. Monteverdi, der 22 Jahre in Mantua wirkte – dort standen ihm herausragende Sänger und ein ganzes Orchester zur Verfügung –, widmete sich eingehend der noch jungen Kunstform des Musiktheaters: Vermutlich 18 Opern entstanden, von denen jedoch nur drei erhalten blieben. Möglicherweise deshalb geriet die Musik der italienischen Meisters zunächst in Vergessenheit, erst ab Mitte des 20. Jahrhunderts und mehr noch mit dem Aufkommen der historischen Aufführungspraxis erhielten die Werke wieder die ihnen gebührende Aufmerksamkeit. Dass sie auch Eingang in die Programme der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik fanden, ist daher keine Überraschung.

Mit „Il ritorno d’Ulisse in patria“, das am 10. August 2017 im Innsbrucker Landestheater Premiere feiert, knüpft Festwochenleiter Alessandro De Marchi an eine Aufführung 1993 an, die sein Vorgänger René Jacobs leitete. 2017 dirigiert De Marchi jedoch eine Inszenierung der Osloer Oper, in den Hauptrollen sind Kresimir Spicer und Christine Rice zu sehen. Wundervolle Gesangs- und Instrumentalpartien sind jedoch nicht nur in Monteverdis Opern, sondern auch in seinen weltlichen und sakralen Werken zu hören: Mit der Marienvesper (11.8.2017) und den Madrigalen des „Teatro d’amore“ (18.7.2017) würdigen die Innsbruck Festwochen auch diese Seite von Monteverdis Musik. Nicht zuletzt nähern sie sich dem Komponisten noch von einer anderen Seite an, von der des Porträts – hängt doch eine der berühmtesten Darstellung des Musikers im Tiroler Landesmuseum Ferdinandeum.

Als Motto der Innsbrucker Festwochen hat Alessandro De Marchi die Worte „Die Liebe, sprach sie …“ gewählt, ein Zitat aus Monteverdis „Lamento della Ninfa“. Liebe und Leidenschaft sind somit die bestimmenden Themen im diesjährigen Programm. Dabei reicht die Bandbreite einmal mehr von der Pracht der Oper bis zu Crossover-Projekten und religiösen Gesängen. Die Festwochen präsentieren sich damit einmal mehr als großes Fest, das die verschiedenen Facetten der Musik feiert.

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Innsbrucker Festwochen der Alten Musik
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6020 Innsbruck — Austria

+43.512.561561
festwochen@altemusik.at
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