Orchester der Akademie St Blasius
Ampfererstrasse 36
6020 Innsbruck
pr-st.blasiusakademie@geomix.at
Tel. +43.650.2005856
www.akademie-st-blasius.at
Uraufführung des Oratoriums „Genesis“ nach der Schöpfungsgeschichte aus dem Alten Testament für Soli, Chor und Orchester. Ein Projekt der Tiroler Landesmuseen in Kooperation mit dem Verein der Freunde der Wallfahrtskirche Götzens und der Akademie St. Blasius.
Chor und Orchester der Akademie St. Blasius
Künstlerische Leitung: Karlheinz Siessl
Solisten: Susanne Langbein (Sopran) und Andreas Mattersberger (Bariton)
Kartenvorverkauf + Reservierung (Konzert 8. Oktober, Maria am Gestade)
an der Museumskassa des Ferdinandeums, Museumstraße 15, 6020 Innsbruck
Infos unter T +43/512/59489-180
Eintrittspreise: € 19,- / erm. € 16,- / € 10,- (Schüler und Studenten)
www.tiroler-landesmuseen.at
Hinweise zum Werk:
Der Komponist Franz Baur (*1958), Träger des Tiroler Landespreises für Kunst 2011, greift in seinem Oratorium auf biblische Schöpfungsmythen zurück:
Im ersten Schöpfungsbericht des Buches Genesis wird symbolisch die Erschaffung der Welt in sieben Tagen geschildert, Johannes stellt die Entstehung der Welt aus dem „Logos“ an den Beginn seines Evangeliums. In der Komposition spielen daher ein musikalischer Logos und die Zahl 7 eine große Rolle. Herzstück des Ganzen ist aber – über die religiös-philosophischen Ansichten hinausgehend – der mit musikalischen Mitteln hergestellte Bezug auf den „ersten Beweger“ und den „Urgrund allen Seins“. Zu Chor und Orchester der Akademie St. Blasius treten in dieser Uraufführung mit Susanne Langbein und Andreas Mattersberger zwei umjubelte Ensemblemitglieder des Tiroler Landestheaters auf.
Die "Genesis" hat die Schöpfung von allem zum Inhalt und weist auf etwas Werdendes, auf etwas Entstehendes hin. Grundlage bildet das erste Kapitel aus der biblischen Genesis durchsetzt mit philosophischen Gedanken des Werdens. Darauf baut sich eine Musik auf, welche die Schöpfung darstellt, selbst aber auch Schöpfung ist: eine Musik, die von einem Teil zum anderen ein ständiges Werden ausdrückt. Technisch ausgedrückt entspringt die Musik der Erkundung verschiedener Klangwelten, welche in den einzelnen Teilen dann in besonderer Weise eingesetzt werden. Ziel ist es damit auch, den "Urknall der Geburt", den Beginn von Allem in seiner großen Dramatik in die Musik hineinzulegen.
Kennzeichen der Musik der "Genesis" ist auch, dass das Irrationale und Rationale schon von Anfang an ein wesentliche Rolle innehaben. Deshalb gibt es das Chaos, das Zufällige, das Zufallende auf der einen Seite, und den Logos, das Vernünftige, das Berechnende auf der anderen Seite. Keinem von beiden wird die Oberhand gewährt, sondern sie werden zu einer ausgewogenen Mitte geführt, in der dann der Höhepunkt erreicht wird.
Die "Genesis" hat also mit Geburt oder Werden zu tun. In der Zeit, in der die Musik dazu entstand, wurde der Komponist aber stark mit dem Vergehen, mit dem Tod, konfrontiert: Denn zuerst verstarb sein Vater und nur wenige Monate später auch seine Mutter. Von diesen schweren Schicksalsschlägen getroffen schien ihm das Schreiben eines Requiems weitaus passender. Er hatte große Mühe, sich mit der "Genesis" zu beschäftigen, aber mit beständiger Hartnäckigkeit zwängte er sich in diese Gedankenwelt hinein. Mit dem Schöpfungsgedanken tauchte auch die Hoffnung wieder auf und Schritt für Schritt konnte er das Werk vollenden. Im Andenken an seine lieben Eltern widmet er ihnen dieses Werk.
Die Akademie St. Blasius freut sich auf Ihren Besuch zu diesem spannenden und viel versprechenden Konzerterlebnis.