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Orchester der Akademie St. Blasius
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MATINEE AM SONNTAG - Akademie St. Blasius

Michael F.P. Huber · Symphonie Nr. 4, op. 64 (Uraufführung)

Sopran · Maria Ladurner

Komposition ermöglicht durch das Große Hilde-Zach-Stipendium 2016

Antonín Dvořák · Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 33

Klavier · Michael Schöch

Orchester der Akademie St. Blasius

 Leitung · Karlheinz Siessl

Ermöglicht durch das Große Hilde-Zach-Stipendium der Stadt Innsbruck, das Michael F.P. Huber letztes Jahr zuerkannt wurde, entstand ein monumentales Werk: Hubers Symphonie Nr. 4, op. 67. In drei Sätzen entwickelt der Träger des Tiroler Landespreises 2015 für zeitgenössische Musik einen wahren Klangrausch. Dabei verzichtet er auf tiefes Blech, räumt jedoch den vier Hörnern und den häufig solistisch agierenden Trompeten große Bedeutung ein. In der Besetzung der Holzbläser schöpft Huber aus dem Vollen und setzt zugunsten färbiger Kontraste neben zwei Fagotten sieben verschiedene Instrumente der Flöten-, Oboen- und Klarinettenfamilie ein. 

Auf den langsamen Kopfsatz („grüblerisch und schleppend“ beschreibt ihn Michael F.P. Huber selbst) folgt ein schnelles Stück, ein „Schattensatz“. Der dritte und letzte Satz bringt Variationen über ein liedhaftes, fast romantisches Thema. Der Weiterentwicklung der Symphonie in der Romantik folgend, setzt Huber hier ein weiteres, effektvolles Instrument ein – die menschliche Stimme in Gestalt einer Sopranistin. Dabei behandelt Huber den Gesangspart beinahe instrumental; ein Liedtext fehlt nämlich und ist der Fantasie der Zuhörer überlassen. Bei der Uraufführung wird die Partie von der jungen Tiroler Sängerin Maria Ladurner gegeben. 

Antonín Dvořáks Konzert für Klavier und Orchester g-Moll, op. 33, führt das Programm als Solokonzert und dennoch symphonisch – und in der Tradition von Mozart, Beethoven, Schumann und Brahms bleibend – weiter. Im Gegensatz zu Dvořáks beliebtem Violinkonzert und seinem überaus populären Cellokonzert ist sein Klavierkonzert auf internationalen Podien selten zu erleben. Vielleicht sind wir verwöhnt von der Vielzahl meisterlicher Klavierkonzerte (womit weder Geiger, geschweige Cellisten wetteifern können)? Mozart, Beethoven, Mendelssohn, Schumann, Chopin, Liszt und Brahms waren außerdem brillante Pianisten, die ihren Kompositionen auch selbst als Interpreten zu Erfolg verhelfen konnten. Dvorak war ein guter Organist, aber kein Virtuose am Klavier. Er selbst hätte sein Werk nicht aufführen können, denn es enthält zum Teil wahnwitzige technische Schwierigkeiten für den Pianisten. Der legendäre Svjatoslav Richter bezeichnete es gar einmal als das „schwerste Werk, das ich je gespielt habe“.

Die Orchestereinleitung klingt fast wie eine Skizze zur erst 17 Jahre später komponierten und ungleich berühmteren Symphonie Nr. 9 „Aus der neuen Welt“. Ein kleiner Vorgeschmack auf das, was den Hörer erwartet: Im ganzen Klavierkonzert „wimmelt es von schönsten Melodien“, meint der ungarische Pianist András Schiff. Den Solisten betrachtet Dvořák nicht als „Alleinunterhalter mit Orchesterbegleitung“, sondern als gleichberechtigten „primus inter pares“. Der sich keineswegs über mangelnde Beschäftigung beklagen kann … Was für ein Glückfall, dass Michael Schöch als vielfach ausgezeichneter (Organist und) Pianist den hochvirtuosen Part übernimmt!

Termine:
26.03.2017 11 Uhr — Matinee am Sonntag-Akademie St. Blasius, Vier und Einzig, Haller Str. 41, 6020 Innsbruck

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Orchester der Akademie St. Blasius
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